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I was the kind of kid who would color outside the lines.*
Sashi ist eine talentierte Künstlerin, Choreografin und Dozentin aus Orange County, Kalifornien. Seit über sechzehn Jahren studiert Sashi Tänze und Tanzformen. Sie begann ihr Studium der Tänze Westafrikas und Haitis als sie an der Universität von San Francisco studierte. Sehr schnell stellte sie fest, dass es der orientalische Tanz war, der sie anzog wie kein anderer. Dieser Tanz sprach ihre semitischen Wurzeln und ihre ästhetische Ausdrucksvielfalt direkt an. Bis heute hat sie viele Formen des orientalischen Tanzes intensiv studiert wie American Tribal Style Bellydance, Tribal Fusion Bellydance, Gothic Bellydance, ägyptischer und libanesischer Cabaret-Stil, israelische und türkische Dabke, Saïdi und nubische Folklore. Am bekanntesten ist sie für ihre verlockenden und dynamischen Auftritte mit Gothic Tribal Fusion Bellydance und Improvisational Tribal Fusion Bellydance. Ihre provokativen und rituellen Auftritte vermitteln sofort, dass sich hier ein ungewöhnlich kreatives Talent mit ungewöhnlichen Mitteln eine völlig eigene Ausdrucksmöglichkeit sucht. Für Sashi ist Bauchtanz die Ehrerbietung und Anerkennung der göttlichen Weiblichkeit, wenn Spiritualität und Körperlichkeit eine Einheit in der Bewegung werden, inspiriert durch das, was sie den „Spirit of the Dance” (Lebenshauch/Geist des Tanzes) nennt. Dies wird klar, wenn man Sashi tanzen sieht. Ihr Talent liegt darin, mit der entstehenden Energie, die zwischen Tänzerin und Zuschauern während ihrer Auftritte entsteht, so zu arbeiten, dass jeder Zuschauer durch einen Blick oder eine Geste ihre Präsenz spürt, nicht mehr nur Zuschauer eines Tanzes ist.
Helena: Du hast 20 Sekunden, um dich zu beschreiben.
Albern, fragend, neugierig, ich glühe im Dunklen, melancholisch, ich bin ein Depp, intelligent, intellektuell, belesen, kann mich artikulieren, nervig, loyal, vertrauenswürdig, kreativ, forschend … habe ich albern schon genannt(lacht)?
Wie möchtest du in Erinnerung bleiben?
Man soll sich an mich erinnern als einen Freigeist, einzigartig, kreativ und liebevoll. Jemanden, der seinem eigenen Takt folgte, egal wohin ihn dieser Takt führte.
Ist Sashi dein Künstlername?
Sashi ist mein echter Name. Es ist ein russischer Kosename für Alexander was soviel bedeutet wie „Hüter der Menschen“.
Was ist dein Hauptcharakteristikum?
Ich glaube, mein Hauptcharakteristikum ist das Resultat einer Kombination aus flüssigen Bewegungen, Körpersprache (Augen, Kopf, Hände, etc.) und Interaktion mit dem Publikum. Im Wesentlichen betone ich körperliche Kraft und Technik in meinen Darbietungen. Das Endergebnis und Hauptaugenmerk meines Stils ist, was ich meistens als „Spirit of the Dance“ bezeichne. Es bezeichnet die Art, in der ich meine Bewegungen ausführe und ausdrücke. Es beeinflusst auch die Energie, die zwischen mir und den Zuschauern kreist und fortlaufend zu mir zurückkehrt auf unserer gemeinsamen bzw. geteilten Reise meiner Darbietung.
Würdest du uns etwas über deine Familie und dein bisheriges Leben erzählen, damit dich die Halima-Leserinnen mal von der eher privaten Seite kennenlernen können?
Ich bin die Älteste von zwei Geschwistern. Meine Schwester ist zweieinhalb Jahre jünger als ich. Meine Eltern sind die Nachkommen osteuropäischer Immigranten aus Polen, Litauen und Russland. Meine überlebende Familie lebt bis heute in den USA oder Israel. Soweit ich mich als Kind beschreiben kann, kann ich definitiv über mich sagen, dass ich ein Kind war, das „außerhalb der Linien (der vorgegebenen Motive im Malbuch) malte“. Ich folgte keiner Regel und erfüllte keine sozialen oder familiären Regeln, die interessierten mich schon als Kind nicht. Ich tanzte zu dem Beat meiner eigenen inneren Trommel. Das alles habe ich weder bewusst getan noch mir angeeignet. Ich würde sagen, mir war das einfach angeboren und ich hatte das Glück, dass meine Eltern diese Eigenschaft nicht unterdrücken oder ändern wollten, sondern sie kultivierten. Meine „Einzigartigkeit“ war natürlich auch eine echte Herausforderung und nicht so einfach. Ich wuchs in Orange County in Kalifornien auf, einer zu der Zeit sehr konservativen und „stilbewussten“ Provinz. Manchmal hätte man den Eindruck haben können, „sonderbar“ und „eigenartig“ seien meine Zweitnamen, da ich mit diesen Eigenschaftsworten mindestens einmal am Tag gerufen wurde. Aber ich will es nicht anders, bis heute.
Hattest du einen Spitznamen in deiner Schulzeit?
Ja, ich hatte einige Spitznamen in der Schulzeit, weil es so schwierig war, meinen Namen korrekt auszusprechen. Es gab einige Spitznamen, an die ich mich nicht erinnere, den einen, den ich mochte, war „Squashy Sashi”.
Was ist das schönste Kompliment, das man dir jemals gemacht hat?
Das schönste Kompliment, das man mir jemals gemacht hat, war als mir jemand sagte, ich hätte sie inspiriert, mit dem Tanzen anzufangen. Ich kann es oft kaum verkraften, wenn man mir so was sagt. Ich habe mit dem Tanzen als Hobby und als Selbsterfahrung begonnen. Zu wissen, dass ich andere Menschen inspiriere, beeindruckt mich selbst.
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