Lexikon
Hier finden sie viele Begriffe und Tänzerinnen aufgelistet.
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A Nada (arabisch Tautropfen) Tänzerin ausgebildet von vielen internationalen Lehrerinnen, entwickelte sie ihren ganz eigenen unverwechselbaren Tanzstil, der stark vom Ausdruckstanz geprägt ist.
Abaya Saudikleid, das über eine Galabia beim Khaligy getragen wird. Reich bestickt, aus dünnem oft seidigem Stoff, ist das Vorderteil überlang, so daß es mit in den Tanz einbezogen werden kann.
Aegyptischer Tanzstil Schleier dient nur als Rahmen für das Hereinkommen, wird danach schnell abgeworfen. Sehr kontrollierte und isolierte Hüfttechnik. Oberkörper wird nur sehr sparsam eingesetzt. Meistens Schulterbewegungen, Shimmys, Kreise oder Hüftdrops. Arme und Hände werden als graziöser Rahmen für den Körper eingesetzt. Zimbeln werden oft nur kurz im Baladi-Teil gespielt und dann abgesetzt. Viel Wert wird auf den inneren Ausdruck und die Musikinterpretation und das "Spiel mit dem Publikum" gelegt.
Ahidous Der Ahidous, den die Tänzer und Tänzerinnen aus dem mittleren Atlas Marokkos bei Khenifra und Oulm´s in seiner traditionellen Reinheit tanzen, ist eine Augenweide. Die Kleider, stark beeinflußt durch antike Kostüme, sind in kräftigen Farben gehalten. Frauen und Männer bilden einen großen Kreis und tanzen nach dem Rhythmus des Bendir. Sie führen einfache Figuren aus, vor- und zurücktanzend. Die Gesten sind klar, voll Keuschheit und Würde.
Ahouach Der Ahouach wird im ganzen Süden von Marokko getanzt, im Hohen Atlas, entlang dem Dratal, in Quarzazate, in Kelaat M´gouna und in Imin Tanout. Einzig und allein die Kleidung und Kostüme variieren je nach Stammeszugehörigkeit, der Tanz bleibt gleich. Normalerweise wird der Ahouach bis spät in die Nacht getanzt, beim Schein eines großen Lagerfeuers im Inneren einer Kasbah. Dieser Tanz wird von mehreren Zehnerreihen von Tänzerinnen getanzt, die sich Schulter an Schulter haltend, nach vorne und zurück bewegen. Die Füße werden im Rhythmus gestampft. Die Männer schlagen die Bendir. Die großen, runden Tambourins ohne Schellen werden aus Ziegenleder hergestellt, das über einen ca. 50 cm großen Holzreif gespannt ist und jedesmal vor dem Tanzen über dem offenen Lagerfeuer warm gemacht wird.
Aischa Aischa ist eine bekannte schweizer Tänzerin und studierte Ägyptologie, liest Hieroglyphen und spricht fließend Arabisch. Sie tanzt klassisch-ägyptischen Stil und besitzt einen klassischen pharaonischen Gesichtsschnitt mit altägyptisch wirkenden Augen.
Aisha Ali Amerikanerin mit ägyptischem Vater und italienischer Mutter, tanzt seit mehr als 30 Jahren und hat sich in der internationalen Tanzszene einen Namen als Expertin für nordafrikanische und ägyptische Folklore geschaffen. Originalmusikaufnahmen der Ghawazee, Ouled Nail und Fellahin schuf sie, sowie mehrere Filme über deren Folkloretänze. Sie leitet in Los Angeles ein Tanzstudio und gründete das Ensemble "Aisha Ali Dance Company".
Ait Atta Dieser marokkanische Tanz erinnert an den Ahouach von Kelaat M´Gouna. Eine Reihe Frauen in prunkhaften Gewändern steht gegenüber einer Reihe Männer. Alle Gesten der Tänzer drücken Fröhlichkeit und Enthusiasmus aus. Dieser Tanz krönt die Arbeit auf dem Felde, während die Ernte endlich eingebracht ist, vor den schweren Wintern in der bergigen Gegend, gefolgt von der schönen Sonne des Sommers. Es ist Erntezeit, die Zeit für Feste, die Mossems, Hochzeiten und Geburten begleiten.
Ait Bouguemaz Gebirgstanz von Adersi und Azilal im Herzen des Hohen Atlas Marokkos. Um einen einzigen Animateur, dem einzigen professionellen in der Gruppe, der eine Doppelflöte mit einem dumpfen Summen mit packendem Effekt spielt, kreisen die Tänzerinnen. Sie tauschen die Neuigkeiten des Stammes aus nach Art der alten Troubadure. Männer und Frauen entwickeln einen Kreis. Der Tanz, teils leicht, teils männlich, unterstreicht das Ende der Erntezeit und das Vorspiel zur Liebe und zu Hochzeiten.
Ait H`Didou Die Ait H`Didou bewohnen die Hochebene von Assif Melloul, auf 2500 Meter im Hohen Atlas Marokkos gelegen. Die Tänze und Gesänge dieser Region erinnern an den Liebeskummer der Verlobten von Imilchil, die nach einer Legende und Kraft ihrer Trauer durch ihre Tränen die zwei Seen Isli und Tislit (Der Verlobte und die Verlobte) füllten. Die Ait H´Didou tanzen den Ahidous auf ihre Weise. Er bleibt faszinierend, trotz seines statischen Charakters. Es sind die Gesten, die dem Zahn der Zeit widerstanden, die triumphiert haben über die Abnutzung wie die Schießscharten der alten Kasbah´s. Seite an Seite bewegen sich die Männer und Frauen zu langsamen Rhythmen.
Aiwa Ausruf der Begeisterung für Tänzerinnen oder Musiker
Akallal Im Draatal Marokko´s liegt benachbart zur Stadt Zagora das Zaouiat von Tamegrout. Der Tanz Akallal Essif symbolisiert das Leben in der Gegend der Vor-Sahara. Das Nomadentum, gelebt durch die Jahrhunderte, spiegelt sich symbolisch in diesem Tanz voll Nostalgie wieder. Der Rhythmus und die Atmosphäre ruft unbestritten eine Kamelkarawane in der Wüste hervor.
Ali Sherif ist ein internationaler Tanzprofi und Choreograph und tanzte sich mit den weltbekannten "nationalen Volkstanzgruppe Mahmoud Reda" und der "Al-Kaumina Folkloregruppe" in Ägyten an die Spitze. Nach längeren Aufenthalten in Südamerika, Gastspielen in den USA sowie anderer europäischer Länder tanzt und unterrichtet er seit 1989 in Deuschland.
Almeh (Plural. Awalim) "Gelehrte Frau", die besonders in der Kunst, der Musik und Poesie bewandert ist.
Amaya aus Texas stammende international berühmte Tänzerin, indianisch-mexikanischer Abstammung. Für sie wurde die Musik Amayaguena geschrieben, die ihrer Liebe zum spanischen Tanz Rechnung trägt. Sie ist Gründerin des internationalen "Shake and Bake" Festival in New-Mexiko, das jährlich stattfindet. Gleichzeitig war so oft Tanzpartnerin von Bert Balladine, dessen begeisterte Schülerin sie ist.
Amel und Salah Tafsut Amel stammt aus einer alten ostalgerischen Beduinenfamilie. Sie wuchs mit Tanz und Tradition auf, studierte in Algier. Sie wanderte nach Deutschland aus und studierte in Frankfurt Germanistik, Romanistik und Orientalistik. Sie unterrichtet Tanz und Sprachen. 1986 lernte sie ihren zukünftigen Mann und weltweit bekannten Percussionisten Salah auf einem Festival gegen Ausländerfeindlichkeit kennen. Beide leben und arbeiten in England.
Amerikanisch-Arabischer Tanzstil Amerika ist das Land des Showbussines, somit wurde der klassisch-ägyptische Stil mit Elementen aus anderen Tanz- und Showsparten ergänzt und mehr auf Wirkung ausgerichtet.
Amoura In Kalifornien entdeckte sie den OT. 1981 zog sie nach Israel und machte dort den Tanz bekannt. Sie schaffte es, den OT in das jährlich stattfindende Israel Festival zu integrieren und auch gesellschaftlich zur Anerkennung in Israel zu verhelfen. Sie wurde Vorsitzende der Organisation Aram, einer Organisation, die gegen die zunehmende politische Unterdrückung des OT und der Tänzerinnen sich wehrte, bis hin zu einem Prozess, der internationale Schlagzeilen brachte: "Die Tänzerinnen gegen die Rabbis". Es wurde versucht, den OT zu untergraben, indem man die Konzession für koscheres Essen verweigern wollte, wenn Tänzerinnen auftreten. Der Prozess wurde gewonnen: "Es gibt keine Verbindung zwischen Koscher-Genehmigung und Tanzaufführung". In der Zwischenzeit lebt sie in Wien und ist eine international anerkannte und gefragte Tänzerin und Lehrerin.
André Elbing André Elbing, geboren 1965 in Köln, bekam 1989 das erste mal Kontakt zum
Orientalischen Tanz über Shahrazad als Organisator für Oriental-Shows.
Dadurch lernte er die speziellen Ausdrucksformen im Tanz und in den
Musikinterpretationen kennen und setzte diese Impressionen in photographische
Arbeiten gekonnt um. Im Laufe der Zeit engagierte er sich mehr und mehr für
den Orientalischen Tanz, schreibt und photographiert für mehrere nationale
und internationale Magazine, wie z.B. Halima, Orient Magazin, Arabeske,
Arabesque, Karawane, Carawan, Tantra, Spirit, Habibbi, EL GAWHARA, Al Maqam,
Jareeda, Zaghareet, Bennu. Sein erstes Buch, ein Bildband :"Ästhetik und
Mystik - Der orientalische Tanz" erscheint demnächst und er besitzt das zur
Zeit wahrscheinlich größte Photoarchiv mit über 200.000 Photos von
orientalischen Nationalen und Internationalen Tänzerinnen und Tänzern. Er hat
sich unter anderem auf die gefühlvolle Aufnahmetechnik im Life-Auftritt so
wie auf die harmonisch verzaubernde Studio-Photographie spezialisiert. Auch
seine Landschaftsaufnahmen und People-Photographie überzeugen jeden
Betrachter. Ausstellungen In Albuquerque, New York, Los Angeles, Katmandu, Berlin,
Rostock, Köln, Düsseldorf, Saarbrücken, Frankfurt, etc. zeugen vom
internationalen Interesse an dieser Tanzkunst. Darüberhinaus ist es
eigentlich natürlich, daß er nun auch auf die Bühne hinaufkomplimentiert
wurde. Aus seinem Erfahrungsschatz setzt er eine kombinierte mystische und
außergewöhnliche Säbeltanzperformance in Ton & Licht um. Desweiteren
erweiterte er sein Repertoire mit einem Feurigen und spektakulären
Leuchtertanz, wie ein Komet zieht er golden seine Bahnen. Dazu kommen
Auftritte mit seiner Lebensgefährtin Sarabande im Theater und Tanz Show das
Zauberspiel sowie die personifizierte Darstellung des indischen Königs in der
Tara Show mit Shahrazad.Er zählt mittlerweile zu dem "Philanthropen" des Orientalischen Tanzes
weltweit. Reisen in den Orient und in die Vereinigten Staaten ermöglichten
Ihm, Künstler des "Danse Oriental" miteinander zu neuen Projekten zu
verbinden und diesen Tanz damit zu fördern.. Ihm wurde im September 2000 der
Oscar des Orientalischen Tanzes von der Fachzeitschrift für Orientalischen
Tanz "Halima" für seine besonderen Verdienste verliehen!
Arabeske Aus dem Ballett kommende Bewegung und dazugehörende Bezeichnung. Die Tänzerin geht mit einem Bein auf Halbspitze, streckt dabei das andere Bein nach hinten. Diese Bewegung ist oft mit einer Halbdrehung kombiniert und kann vorwärts und rüchwärts ausgeführt werden.
Arabisch-andalusischer Stil Dieser Tanzstil geht auf die Verschmelzung der arabischen Tanzstile mit den spanischen während der arabischen Besetzung Spaniens zurück. Der Tanz verbindet die Weichheit und Ästhetik des OT mit dem Feuer und Temperament des Flamenco.
Arabischer Grundschritt Mehrere Schritte werden so bezeichnet. Der gebräuchlichste ist der Rechts vor, Rechts zurück. Oder mit Links dasselbe.
Arme, ägyptische Vielerorts auch klassische Arme genannt, Handflächen werden vor dem Körper abwechselnd nach oben und unten geführt, wobei der Handrücken die Bewegung anführt.
Arme, türkische Armpose, wobei die Arme sich über dem Kopf befinden, und den Kopf wie ein Bild einrahmen.
Assyut Stadt am Nil, bekannt geworden durch den mit Metallblättchen und Fäden verzierten Assyutstoff, der wegen seiner Wirkung früher gerne für die Herstellung von Kostümen verwendet wurde. Heute wird er wegen der Aufwendigkeit der Herstellung nicht mehr produziert. Somit zählt er zu den wertvollen Antiquitäten. Trotz seines Metallgehaltes fühlt sich der Stoff weich und anschmiegsam an.
Ausstrahlung Das wichtigste neben der Technik bei einer Tänzerin. "Wer den Ausdruck nicht ehrt, ist der Technik nicht wert!" sagt folgerichtig ein Sprichwort aus dem "Schatzkästlein der Terpsichore".
Ayoub/Zar 2/4 Rhythmus dum es dum es tak es oder dum tak dum es
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